dotdotdot - (Re)Collections #2 Leftovers

Donnerstag, 14. Juli 2016 - 21:30 Uhr

Volkskundemuseum Wien

RE)COLLECTIONS #2 LEFTOVERS

Nur ein knappes Jahr halten es Brian Bolster, sein Lebensgefährte und der Kater Casper in der vermeintlichen New Yorker Traumwohnung aus. Die Anrufbeantworter-Nachrichten der redseligen und überaus exzentrischen Vermieterin erzählen die Geschehnisse nach. Mit dem steigenden Frust der Mieter wächst allerdings auch das Vergnügen der ZuhörerInnen. Ein großer Dokumentarfilmschatz wird geborgen, der in vielen kleinen Schachteln und Kartons daherkommt, in denen die Chroniken ganzer Familien irgendwann einmal irgendwo entsorgt wurden. Die Übrigbleibsel erzählen von einer Schauspielkarriere, die nicht werden will, von religiösem Eifer und seltsamen Dingen, die hinter Vorhängen geschehen, von der großen Liebe und dem Leben lesbischer Frauen im Chicago der 1930er bis 1970er Jahre.

In Kooperation mit dem Volkskundemuseum Wien.

Filmlänge 68 min Filmgespräch Alex Pachón (CRACKS – Vorfilm) Moderation Katharina Müller


AMÉLIA & DUARTE
Alice Guimarães & Mónica Santos – Deutschland/Portugal 2015 – 8 min – eOF

Was wäre, wenn es einen Ort gäbe, an dem wir in Rückblenden unsere Beziehungen wieder erleben könnten? In diesem Archiv der Erinnerungen werden wir Zeugen der Geschichte von Amélia and Duarte, die ihre Liebe verloren haben und nun versuchen, mit ihren Gefühlen zurechtzukommen. Ihr Verlust sitzt so tief, dass sie versuchen, alle Gedanken an den anderen zu zerreißen und auslöschen. In einer Kombination aus Stop-Motion-Bildern und Collagen begleiten Alice Guimarães und Mónica Santos das frisch getrennte Paar in dieser schmerzhaften Zeit.
Schauspiel Sara Costa & Gilberto Oliveira Drehbuch Mónica Santos Animation Alice Guimarães & Mónica Santos Kamera Manuel Pinto Barros Schnitt Martha Ewa Wojakowska Sound Design Jürgen Swoboda & Klangerfinder Musik Pedro Marques Produktionsleitung Bianca Just & Marta Lima Produktion Thomas Meyer-Hermann & Studio FILM BILDER
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ONE YEAR LEASE
Brian Bolster – USA 2014 – 11 min – eOF

Als Brian, Thomas und Kater Casper in New York endlich die lange gesuchte Traumwohnung beziehen können, scheint das Glück perfekt. Doch sie haben die Rechnung ohne die redselige und überaus exzentrische Vermieterin gemacht, die über ihnen wohnt. Was von dem Jahr bleibt, das die drei unter der Fuchtel von »cat lover« Rita durchstehen, sind ihre Anrufbeantworter-Nachrichten. Dass Brian Bolster zufällig Filmemacher ist und aus diesen Dokumenten alltäglichen Grauens so etwas wie eine Dokumentarfilmkomödie bastelt, die ihre Komik im Stillen entfaltet, ist ein Glück für die Welt.
Konzept Brian Bolster Kamera Brian Bolster Schnitt Anthony Sherin Produktion Brian Bolster
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A STORY FOR THE MODLINS
Sergio Oksman – Spanien 2012 – 26 min – eOF

Eine Nebenrolle in Roman Polanskis ROSEMARY?S BABY sollte der traurige Höhepunkt von Elmer Modlins Schauspielkarriere sein. Danach verlässt er mit seiner Frau Margaret und Sohn Nelson die USA. In Madrid führen sie für die nächsten 30 Jahre in einer großzügigen Wohnung ein zurückgezogenes Leben. Margaret widmet sich voll und ganz ihrer Kunst. Elmer glaubt an sie. Und Nelson muss für die riesigen, symbolträchtigen Bilder posieren. Anhand von Fotos und Videomaterial, das nach dem Tod der Modlins in einer Kiste auf der Straße gefunden wurde, rekonstruiert Sergio Oksman ihr geradezu schauerliches Schicksal und vollzieht dabei eine interessante Gratwanderung zwischen Fiktion und Wirklichkeit.

Zu unheimlich, zu traurig und zu gut ist diese Geschichte, um erfunden zu sein. ROSEMARY?S BABY in fast forward gibt dabei prophetisch den Ton an: von der Schauspielkarriere, die nicht werden will, von religiösem Eifer und seltsamen Dingen, die hinter Vorhängen geschehen. Bis zuletzt geheimnisvoll bleibt diese aus Puzzlesteinen meisterlich montierte Skizze. Und die Pointe: Der Zufall und ein fremder Künstler schenken den Modlins die Anerkennung, nach der sie sich zeitlebens sehnten. (Viennale)
Sprecher Trent Cohn Drehbuch Carlos Muguiro, Emilio Tomé & Sergio Oksman Kamera Miguel Amoedo Schnitt Fernando Franco & Sergio Oksman Ton Carlos Bonmatí Sound Design Iñaki Sánchez Produktion DOK Films
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LEFTOVERS
Michelle Citron – USA 2014 – 23 min – eOF

Norma und Virginia lebten 47 Jahre zusammen. Sie starben vereinsamt, die lebendige lesbische Community aus ihrer Jugend war längst Vergangenheit. Alles, was blieb, waren ihre Fotos – 2.000 an der Zahl! Eine Liebesgeschichte über das Leben jenseits des Mainstreams.

Termin

Flimmer Ratte
Kurzfilmfestival, Open Air, Inklusion, Barrierefreiheit
Donnerstag, 14.07.2016 21:30
Volkskundemuseum Wien
Laudongasse 15-19
1080 Wien
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